AllgemeinBildausschnitt eines Auges, blaue Augenfarbe

Wie bewegen sich Menschen mit einer Behinderung im Web?

Eine Frage, die sich jeder Webdesigner stellen sollte

Barrierefreiheit im Web ist kein neues Thema, aber eines, das noch immer zu wenig Beachtung findet.

Die Internetnutzer von heute bringen unterschiedliche Voraussetzungen und Problematiken mit sich, die von einer Rot-Grün-Schwäche über Sehschwäche bis zur absoluten Blindheit reichen können. Auch andere körperliche Beeinträchtigungen sind nicht selten. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Hilfsmitteln und Werkzeugen die es Menschen mit einer Behinderung ermöglichen das Web zu nutzen.

Dennoch tun sich immer wieder Barrieren und Stolperfallen auf. Denn das Webdesign spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Eine Webseite barrierefrei zu gestalten kann sich wiederum als Fass ohne Boden auftun. Wir haben Ihnen eine Checkliste zusammengefasst, mit der Sie die wichtigsten Punkte beachten können.

  • Bilder

    Gibt es für alle verwendeten Grafiken einen Alternativtext? Ist die Seite auch bei ausgeschalteten Grafiken verständlich und kann in gleichem Umfang genutzt werden?

  • Multimedia Elemente

    Gibt es Beschreibungen der visuellen Inhalte, Textabschriften von auditiven Inhalten?

  • Farben

    Sind alle Inhalte, Informationen und Hervorhebungen gut erkennbar? Sind Farbschwächen bedacht worden und die Kontraste ausreichend?

    Siehe hierzu auch: http://www.eyesyde.de/de/download.html?ber=6

  • Schriftgröße

    Ist die Seite auch noch gut nutzbar, wenn ein Nutzer auf stark vergrößerte Schriften angewiesen ist?

    Können Nutzer die voreingestellte Schriftgröße aller Texte verändern?

    Ist das Layout flexibel, sodass auch bei geringer Bildschirmauflösung und/oder vergrößertem Text jeder Textblock ohne horizontales Scrollen lesbar ist?

  • Struktur

    Kopfzeile, Navigation und Text sollten nicht nur visuell strukturiert sondern auch in sich schlüssig und konsistent sein, sodass die Inhalte auch bei ausgeschaltetem Layout (CSS und Tabellen) nachvollziehbar sind.

    Die Semantik in HTML sollte für Überschriften, Absätze, Listen usw. durchgängig beachtet werden.

    Hier helfen Sprungmarken, damit einzelne Seitenbereiche gezielt angesteuert werden können.

  • Verständlichkeit

    Sind die Inhalte in einer allgemein verständlichen Sprache verfasst?

  • WAVE Toolbar für Firefox

    Installieren Sie das Add-on WAVE. Hiermit können Sie ihre Styles untersuchen, sich die Webseite ohne CSS anzeigen lassen und überprüfen, ob die Kontraste auf Ihren Seiten ausreichend sind.

Bildquelle: unsplash: Sean Brown

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