AllgemeinMann in weiß mit übergestülptem Eimer oder ähnliches auf dem ein Smiley gemalt ist, darüber über zwanzig Überwachungskameras an einer Hauswand, die an ihm vorbei gucken

Native Advertising

Je auffälliger desto unauffälliger

Mit den ständig wachsenden Technologien ist die digitale Branche in einem stätigen Wandel. Auch die User Experience und das Nutzer Verhalten, verändern sich. Als Antwort darauf, entstehen im Bereich des Online Marketing, immer wieder neue Teilbereiche.

Ein großes Problem im Marketing ist die Überfülle an Werbung auf verschiedensten Plattformen und der damit ständig präsente Konkurrenzdruck. Der Nutzer auf der anderen Seite wird mit Werbung geradezu geflutet, Pop-Ups die sich ungefragt öffnen, Werbevideos, die starten sobald man die Seite öffnet. Der Nutzer ist genervt und fühlt sich von zu viel Werbung belästigt. Ein Effekt der daraus entstanden ist, ist die Banner Blindness. Nutzer blenden teils bewusst, teils unbewusst klassische Bannerwerbung aus und nehmen sie nicht mehr wahr. Um diesen Effekt zu umgehen sind neue Marketing Strategien entstanden. Eines davon ist das native Advertising, das wir einmal näher beleuchten möchten.

Native Advertising sind gezielte Marketingaktionen, die sich bei Produkteinführungen eignen oder dafür eine Marke aufzubauen. Ein besonderer Vorteil dieser Marketingstrategie ist, dass Sie neben der Banner Blindness auch Adblocker umgeht bzw. von diesen meist nicht erkannt wird. Je nach Zielgruppe werden die Ads über verschiedene Plattformen verbreitet und können eine enorme Reichweite erreichen.

Der Erfolg des native Advertising ist von 3 Faktoren abhängig, der Qualität, der Zielgruppenansprache und der Reichweite.

Erfolgreiches native Ad erstellen

Wer meinen Beitrag Newsletter – smartes Marketing gelesen hat, wird einige der nachfolgenden Tipps wieder erkennen. Dies liegt daran, dass es immer wieder die gleichen oder ähnliche Prinzipien sind, nach denen Menschen Informationen, besonders Werbung, wahrnehmen und verarbeiten.

Ein ansprechendes native Ad kann Ihren Marketingerfolg um ein vielfaches steigern. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit für die Planung.

 

Ziele definieren

Ihre Ziele bestimmen die Ansprache der Zielgruppe, daher sollten Sie Ihre Ziele möglichst genau definieren. Native Ads eignen sich besonders:

  • zum Aufbau einer Marke
  • zur Produkteinführung

 

Alleinstellungsmerkmal Ihres Angebots

Beginnen Sie mit einer näheren Betrachtung Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung. Konkretisieren Sie die Eigenschaften und heben Sie Besonderheiten hervor. Was unterscheidet Ihr Produkt von anderen Produkten. Beobachten Sie mit einem kritischen Auge auch was Ihre Mitbewerber machen. Erkunden Sie, wie Sie sich von der Konkurrenz abheben können.

Kunden die beispielsweise nach einem Frisörsalon suchen könnten nach dem günstigsten Preis suchen oder aber Wert auf besonderen Service legen, mit Kopfmassage und Wellnesskomponenten. Je nach Produktportfolio sollten Sie bestimmen, ob Sie sich durch einen günstigen Preis oder einen besonderen Service von Ihrer Konkurrenz abheben möchten.

 

Zielgruppe richtig definieren

Ein breites Zielpublikum anzusprechen gestaltet sich recht schwierig, grenzen Sie daher Teilzielgruppen ein. Welche Probleme, Bedürfnisse und Wünsche haben diese? Erkennen Sie die Bedürfnisse und sprechen Sie diese gezielt an. Die Kunden eines Frisörsalons können Sie beispielsweise weiter eingrenzen nach:

  • Bräuten, die eine aufwendige Hochsteckfrisur wünschen
  • jungen Frauen, die die Trendfrisuren der Stars nachahmen möchten
  • Männern und Frauen, die fest im Berufsleben stehen und eine seriöse Businessfrisur benötigen

Mit jeder Eingrenzung der Zielgruppe sind unterschiedliche Aspekte und Bedürfnisse verbunden. Filtern Sie die relevanten Informationen heraus und schneiden Sie die Inhalte auf den Nutzer zu.

Mehrwert geben

Die in der Planungsphase erarbeiteten Mehrwerte sollten Sie nun in den Vordergrund rücken. Ihr Angebot selbst ist an dieser Stelle erst einmal zweitrangig und sollte nicht vordergründig behandelt werden. Inhalte, die viral, nutzwertig oder unterhaltsam sind, erreichen eine enorme Reichweite.

Ködern Sie Ihre Leser mit besonderen Angeboten, die einen Mehrwert vermitteln:

  • komplizierte Sachverhalte verständlich erklären (Bspw. wie funktionieren Artificial Intelligence-Ecosysteme?)
  • ein bestimmtes Problem lösen (Bspw. eine passende Versicherung für Studenten)
  • eine gute Geschichte erzählen
  • Rabatte, kostenlose Testphase anbieten
  • Beratung: wertvolle Tipps, Expertenrat
  • Information: Insider-Informationen, Anwenderberichte, Spartipps, Veranstaltungstipps
  • Vorab-Angebote: Digitales Ticket, früherer Einlass bei SSV oder Event

 

Besonderes hervorheben

Fokussieren Sie sich auf eine Eigenschaft Ihres Angebots bspw. das besondere Design, der günstige Preis oder das einzigartige Feature.

 

Angebot beschreiben

Statt zu beschreiben, wie Ihr Angebot ist, beschreiben Sie lieber was Ihr Unternehmen oder  Ihr Produkt macht.

 

Hypnotische Worte

Menschen entscheiden vorrangig emotional und unbewusst statt rational. Verwenden Sie daher Wörter, die emotional ansprechend sind wie „entdecken“, „betörend“, „exklusiv“, usw.

 

Der Weg zum Unternehmen

Setzen Sie Links zu Ihrer gewünschten Seite auch im Text und vertrauen Sie nicht allein auf die Call to Action am Ende des Ads. Verlinken Sie Firmennamen, prägnante Worte, die auf eine entsprechende Seite führen. Achten Sie darauf hier nicht nur auf die allgmeine Startseite weiterzuleiten.

Angepasstes Design

Halten Sie Ihr Design möglichst schlicht, ausgenommen Ihre Zielgruppe verlangt nach einem schrillen Design. In diesem Fall heiligt der Zweck die Mittel. Beachten Sie auch das Erscheinungsbild des Publishers. Ihr Ad sollte sich besonders hinsichtlich Grafiken und Bildern am Publisher orientieren. Vermeiden Sie daher ein Ad für mehrere Plattformen zu verwenden. Erstellen Sie jedes Advertorial individuell und erhöhen Sie damit Ihren Marketingerfolg.

 

Überschrift und Teaserbild

Ihr Leser entscheidet auf dieser Grundlage innerhalb von Sekunden, ob Ihr Post ansprechend ist und ob es sich lohnt das Ad zu lesen. Die Ansprache sollte lebendig klingen und den Nutzer direkt ansprechen. Verwenden Sie kurze Sätze und vermitteln Sie Ihren Kunden kurz, prägnant und präzise den Nutzen den sie erhalten.

 

Lesbarkeit

Fördern Sie die Lesbarkeit mit einer guten Struktur. Nutzen Sie dafür Zwischenüberschriften und Bilder, die den Text gekonnt aufbrechen. Weiße Flächen strukturieren Ihre Anzeige und sind eine kleine Erholung für die Augen. Ist Ihr Text einfacher und angenehmer zu lesen, erhöhen Sie die Chance, dass der Text länger oder sogar ganz gelesen wird. Ein sauberes und klares Design ist besonders wichtig für mobile Endgeräte.

 

Sprache

Auch die verwendete Sprache sollte ansprechend und angemessen sein. Je nach Zielgruppe und Publisher kann sie formell oder locker sein. Eine persönliche Ansprache ist meist erfolgreicher. Vermeiden Sie die Wir-Form, da diese typische Werbesprache ist und in einem native Ad nichts verloren hat. In diesem Sinn sind auch Superlative und Adjektive zu vermeiden.

 

Visuell werden

Schöne, visuelle Anzeigen sprechen den Leser auf der emotionalen Ebene an und wirken daher besser. Beachten Sie, dass sich Ihre Leser, bei der Fülle an Informationen, nur an einen kleinen Teil erinnern, von dem was sie am Tag lesen. Integrierte Videos und Bilder haben einen positiven Einfluss auf Ihr Marketing und generieren höhere Klickraten. Visuelles macht Ihre Texte leichter verdaulich. Denn Leser werden Ihre Ads nicht detailliert lesen, sondern sie vielmehr scannen.

 

Text und Bilder im Gleichgewicht

Das Gleichgewicht von Text und Bilder sollte stimmig sein. Verwenden Sie visuell ansprechende und weniger Bilder, achten Sie aber darauf, dass nicht zu viel Text den Leser erschlägt.

 

Pre-Header

Ein Pre-Header ist die erste, angezeigte Zeile, die Ihre Nutzer von mobilen Geräten sehen. Da immer mehr Nutzer mobil unterwegs sind, wird diese Überschrift immer wichtiger.

Bildquelle: unsplash: Arvin Febry

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